Lifestyle

Floaten? Massage? Oder lieber beides?

Weihnachtsgeschenke sind doch was Schönes. Zumal wenn es einen Gutschein gibt, der nur für einen selbst ist, und der einem hilft sich zu entspannen und es sich gut gehen zu lassen. Das konnte ich dank meines Gutscheins für Float Hamburg nun einmal ausprobieren. Meine Kollegin Susanna berichtete ja schon vor gut einem Jahr vom Floaten. Daher war mir die Sache nicht ganz unbekannt. Ich bin ja nicht soo der Badetyp und „Entspannen und nix zu tun“ fällt mir meistens nicht leicht. Irgendwie muss ich immer was machen. Als Kind hieß es „sei doch nicht immer so hippelig“. Aber nun bin ich ja groß, und sollte das mit dem Relaxen langsam mal drauf haben. Hm. Mal schauen.

Das neue Jahr und meinen guten Vorsatz mehr für mich selbst zu tun, konnte ich also schnell in die Tat umsetzen. Es ging mit der schweren Entscheidung los, wo soll ich buchen, in der Hafencity oder doch lieber in Harvestehude? Zunächst dachte ich, dass ein Abstecher in die Hafencity irgendwie moderner wäre, habe mich aber dann von einer ehemaligen Masseurin des Floth Rotherbaum überzeugen lassen, dass man im Mittelweg zum einen besser parken kann und es da zum anderen wirklich total nett wäre. Gesagt getan, auf ging es. Die Terminfindung über die Website ging problemlos über die Bühne.

Wellness durch und durch

Tage nach HSV-Spielen, die am Sonntag stattfinden, nehme ich mir gern frei. So geschah es auch nach dem Heimspiel gegen Hannover 96. Ein freier Tag, nur für mich. Perfekt für einen Besuch in einer Wellnessoase, und dann auch noch mit etwas Unbekanntem… dem Floaten.

Ich begann den Tag gesund, mit einem grünen Smoothie. Gerstengraspulver (soll unfassbar viele Vitamine haben), Physalis, eine Mango und ein Ministück Ingwer, waren der perfekte Starter. Wurde alles mit dem Stabmixer verrührt und war extrem lecker.

Und dann ging’s los. Ab in die City.

Hm, jaaa, die Location war schnell gefunden. Erst mal war keiner da, auf mein „Hallo“ blieb es still. Nach einer Weile machte ich mich bemerkbar und ein nettes junges Mädel versorgte mich mit Plastikschuhen, Tee und den Klemmbrettern mit Papier, Einwilligungen, die man so unterschreiben muss, wenn man sich dort „behandeln“ lässt. Ganz schön viele Informationen… ich hatte ja keine Vorstellung was nun passieren würde.

Zunächst ging es in einen kleinen Raum, eine Art Minibadezimmer mit dunklen Fliesen. Ohrenstöpsel lagen bereit, weiterhin Nackenrollen sowie Handtücher und ein Waschlappen, der mir später noch das Leben rettete. Eine große Badewanne, nein, das Floatingbecken befand sich hinter dem Badezimmer. Alles sehr dunkel, und ein bisschen mysteriös. Aber ich kam zurecht. Das Becken verfügte über diverse Knöpfe. Den Waschlappen sollte ich feucht machen und mitnehmen, für alle Fälle, wegen des Salzwassers. Ich bekam alles hin, Duschen nur lauwarm, vorsichtig ins Becken steigen (hier gab es einen besonders warnenden Hinweis meiner Einweiserin, da schon viele hier ausgerutscht sind), Ohrenstöpsel rein damit nicht so viel Salzwasser in die Ohren kommt, Waschlappen in Griffnähe.

Ich gelang ohne Unfall ins Becken und legte mich auf die zwei Nackenrollen. Arme und Beine leicht geöffnet, ich lag schön oben auf dem Wasser. Ok, und nun? Es passierte erst mal nix. Irgendwann ging Musik an und das Licht aus aus. Ich lag da und versuchte mich zu entspannen. Irgendwie nervten aber die Gedanken noch… dann hatte ich einen Tropfen Salzwasser an der Nase… Ich wischte ihn weg (Mist, somit war die entspannte Haltung unterbrochen)… nun hatte ich auch noch Salzwasser in den Augen… Hilfe, wie blöd. WASCHLAPPEN wo bist Du??? Puh, Gesicht abgewischt, und wieder auf dem Wasser getrieben. Bissen links angeditscht, bisschen rechts angeditscht… Gedanken… ihr nervt. Ich soll mich doch entspannen. Wie lange bin ich eigentlich hier schon drin? Keine Ahnung. Ommmm, Entspannung.

Entspannung, ja, langsam wurde ich ruhig und blieb bewegungslos einfach so da liegen auf dem Wasser… bis… der ein Ohrstöpsel… plopp. Weg war er. Mist. Habe den anderen auch raus genommen… Ende der Entspannungsphase, weil wieder die Haltung verändert… ahhhhrg. Ok, egal, dann ohne die Stöpsel. Wasser in den Ohren, egal, Ommmm. Entspannung.

Irgendwas ist ja immer. Slapstick im Floatingbecken

Der Nacken meldete sich nach einer Weile mit einer leichten Verspannung. Vielleicht waren zwei Nackenrollen doch zuviel? Ich nahm eine raus. Besser… jedenfalls für einen Moment. Dann musste auch die zweite Rolle raus. Wieder die Lage verdaddelt. Wie lange noch? Entspannnnnnnen, Sabine. Ging dann auch ganz gut, tatsächlich war ich irgendwann bei Gedanken wie „dem Leben“ und „wenn ich nicht mehr da bin geht das Leben auch weiter“ und „wenn man tot ist, ist man tot und merkt nichts mehr“. War aber nur eine kurze Phase, ich fand die Gedanken nicht so gut und habe mich wieder ins „jetzt“ gebeamt… wie laaaange denn noch? Ich will raus. Endlich flackerte das Licht, das Zeichen, dass die Stunde vorbei ist. Puh. Ab unter die Dusche. Danach ging es auf einen Tee in den Ruheraum, bis endlich die ersehnte Massage begann.

Schon wieder entspannen… aber nun mit Tee  und ohne Wasser. Neben mir saß eine Frau, die mit ihrem Handy beschäftigt war. Tss. Will die sich gar nicht entspannen? Ach, was soll’s, hol ich meins halt auch raus. Und dann ging es endlich zur Massage. 45 Minuten auf der Liege, wie gut war das denn? Warmes Öl wurde auf meinem Rücken verteilt… schöööön. Die Zeit verging wie im Flug. Ich kam herrlich entspannt nach Hause, und eins ist klar: Massagen müssen viel öfter sein. Floaten muss ich allerdings nicht noch mal. Ihr solltet das aber unbedingt mal ausprobieren. Jeder Jeck ist anders!

PS: Und für danach: die haben übrigens Flüsterföns dort. Die sind ultraleise. Der Bereich, in dem man sich „wieder schick“ machen kann, ist in den Flur integriert. Durch die Flüsterföns werden die Gäste, die gerade Floaten, nicht gestört. Fand ich irgendwie gut.

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Hier gibt es Infos zu Preisen und Termine kann man auch gleich machen: https://www.float-hamburg.com/

Der Bericht von Susanna:

Energize yourself