Tierisch

Katzen lieben Kisten, aber warum?

Katzensitting – es gibt immer ein erstes Mal

Katzen-Sitting ist schon etwas Spannendes, wenn man selbst kein Haustier hat. Man kriegt für die Abwesenheit der Katzeneltern einen Zettel, in dem alles Wichtige drin steht und denkt: „das kriege ich hin!“ Und dann kommt der Tag, wo die Katze zu einem nach Hause kommt. Die Katzeneltern haben alles dabei, sogar die persönliche Toilette des Stuben-Tigers ist mit an Bord. Danach heißt es auf Wiedersehen. Bis bald!

Danach ist man ganz allein bzw. zu zweit und das „Beschnuppern“ beginnt. Anschließend folgt schnell das Verstecken und der Stuben-Tiger ist außer Sicht. Als Katzen-Elternteil auf Zeit macht man sich nach ein paar Stunden sorgen und versucht das kleine Tier mit Leckerlis aus dem Versteck zu locken. Vergeblich! Es bleibt, wo es ist und zwar unter der Couch. Damit ein bisschen Entspannung einkehrt, geht man in die Küche und lässt dem Tier etwas Freiraum.

Ein Karton zum Verlieben

Umso witziger ist es dann, wenn man wieder ins Wohnzimmer zurückkommt und die Katze versucht, sich in einem Schuhkartons einzukuscheln. Schaut selbst: „Puschel“ in einer ihrer berühmten „ich will unbedingt in diesen Karton“-Hineinpass-Aktion. Viel Spaß!

Aber warum machen die das? – Zwei interessante Thesen

Die „Stress-lass-nach-These“

Das Stresslevel der Katzen soll sinken. Das Verstecken in der Kiste ist eine Verhaltensstrategie, um mit einer Veränderung in der Umgebung und Stressfaktoren umzugehen. Sich in eine Kiste zu verkriechen, ist somit für sie ein Weg, mit Stress umzugehen – so wie Menschen rauchen oder essen, wenn sie unter Druck sind.

Die Geh-mir-aus-dem-Weg-These

Einen weiteren Hinweis liefert die Universität Cambridge: Katzen sind keine sozialen Tiere und haben keinerlei Wege entwickelt, mit Konflikten untereinander umzugehen – ihr bevorzugter Weg zur Konfliktlösung ist, sich die Krallen um die Ohren zu hauen. „Daher versuchen sie, konfrontative Begegnungen zu vermeiden, indem sie andere vermeiden und ihre Aktivität verringern“, heißt es in einem Papier mit dem Titel „Die Hauskatze: Biologie des Verhaltens“. Gibt es einen besseren Weg, nicht in Streit zu geraten, als den ganzen Tag in einer Kiste zu liegen?

In diesem Sinne „Miau“ 🐱