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Marc-Calvin Preys Praktikumstag in der Pressestelle bei den Stadtwerken Wedel

Es ist der letzte Tag seines zweiwöchigen Praktikums. Marc-Calvin Prey, ein großer, schlanker und blonder junger Mann schnuppert in die Pressestelle hinein. Ich gebe zu, groß ist die Abteilung nicht und das Telefon glüht auch nicht unbedingt heiß, wenn es keine Krise gibt. Trotzdem gibt es viel zu erzählen.

Bevor Marc-Calvin an seinen heutigen Sitzplatz kann, begrüßt ihn unser Geschäftsführer, Adam Krüppel persönlich und bittet darum, dass er sich auf seinen Platz setzt. Geplant war das nicht, aber ich freute mich für Marc-Calvin, dass er einen „Mikro-Einblick“ in den Arbeitsalltag von Herrn Krüppel erhält.

Marc-Calvin sitzt nun auf einem schwarzen Ledersessel vor dem weißen Schreibtisch des Geschäftsführers und hört interessiert zu. Herr Krüppel geht gleich in die Vollen und erklärt ihm das komplizierteste Thema in der Energiewirtschaft und zwar den Energie-Einkauf. Wann ist der richtige Zeitpunkt Strom und Gas einzukaufen? Und welche Mengen benötigt man überhaupt? Begriffe wie Peak, Base und EEX-Börse schweben durchs Geschäftsführer-Büro. Marc-Calvin scheint interessiert. Ich bin so begeistert, dass ich diesen Moment mit der Stadtwerke-Spiegelreflex einfangen muss. Marc würde eine gute Figur als angehender Geschäftsführer machen, wobei ich mich gerade frage, warum Herr Krüppel mir noch nie seinen Arbeitsplatz angeboten hat? 😂 Hmmm, er wird wohl seine Gründe haben.

Nach dem Shooting muss Marc-Calvin dann tatsächlich ran an die Arbeit und Presseberichte sortieren, um ein Gefühl für Nachrichten und Meldungen zu bekommen. Nachdem ich ihn etwa ein bis zwei Stunden damit gequält habe, darf er eine Pressemitteilung schreiben. Zuvor habe ich ihm noch erklärt, wie eine Pressemitteilung aufgebaut ist und worauf es ankommt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine gut recherchierte und sehr kritische Mitteilung ist das Resultat.

Das Interview

Kurz vor Abschluss seines Praktikums möchte Marc-Calvin ein Interview mit mir führen. Er hat sich neun Fragen für mich überlegt. Und ich gebe zu, dass ich mir das einfacher vorgestellt habe. Lesen Sie selbst:

Marc-Calvin Prey: Frau Steffen, wie haben Sie Ihren Platz in der Presseabteilung bekommen?

Natali Steffen: Ich habe mich als Assistentin der Geschäftsführung beworben. Voraussetzung war unter anderem aber ein kommunikatives Studium, da dieser Arbeitsplatz so ausgelegt ist, dass man zusätzlich neben den Assistenz-Arbeiten auch die Presse-Anfragen mit erledigt. Herr Krüppel hat mir angeboten ein Abendstudium bei der Deutschen Presseakademie zu absolvieren. Diese Chance habe ich genutzt und bin jetzt zertifizierte Kommunikations- und Onlinekommunikationsmanagerin.

Marc-Calvin Prey: Was sind die Aufgaben eines Pressesprechers?

Natali Steffen: Also ganz klassisch gehören Aufgaben, wie Pressemitteilungen zu erstellen, Presseanfragen zu beantworten und einen Jahres-Überblick von „Issues“ (Themen, die anfallen könnten positiver oder negativer Art) zu erstellen dazu. Weiterhin gehört dazu, dass man Pressegespräche oder Pressekonferenzen organisiert. Früher waren es mehr Pressekonferenzen, aber heutzutage ist das nicht mehr so üblich, da die Journalisten viel weniger Zeit haben. Mittlerweile mache ich auch allgemein viel rund um die Unternehmenskommunikation intern sowie extern.

Marc-Calvin Prey: Ist das Ihr Traumberuf?

Natali Steffen: Ja, definitiv! Also insgeheim wäre ich gerne eine Journalistin. Würde ich nochmal auf die Welt kommen, dann würde ich ganz sicher Journalismus studieren wollen. Definitiv!

Marc-Calvin Prey: Wie oft schreiben Sie Artikel?

Natali Steffen: Also es kommt drauf an je nach Themen und Sachlage. Ich versuche, ein bis zwei Mal im Monat eine Pressemitteilung zu schreiben. Nebenbei haben wir auch so etwa zwei Mal im Monat Presseanfragen und dann auch mehrfach im Jahr Anfragen auf politischer Ebene.

Marc-Calvin Prey: Fällt es Ihnen leicht Presseberichte zu schreiben?

Natali Steffen: Mittlerweile ja! Man bekommt Übung und ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass sich Themen auch oft wiederholen.

Marc-Calvin Prey: Wie beurteilen Sie Ihr Produkt WedelNet?

Natali Steffen: WedelNet ist eine neue tolle Chance. Es ist eine neue Sparte, die wir nutzen, um unsere Zielgruppen zu erweitern. Zudem ist es ein Produkt, was großen Spaß macht. Telefonie und Internet gehören zu unserem heutigen Lebensalltag dazu genauso wie Strom.

Marc-Calvin Prey: Denken Sie, dass WedelNet viele Neukunden zu den Stadtwerken Wedel bringt?

Natali Steffen: Ja definitiv! Vielleicht sagt ein Kunde, Strom will ich bei einem anderen Anbieter haben, aber WedelNet, der Service gefällt mir und den möchte ich unbedingt haben. Wir haben gemerkt, dass unsere Stärke im Bereich der Services liegt.

Marc-Calvin Prey: Wofür sind Sie mit dem Preis „Top Innovator 2017“ ausgezeichnet worden?

Natali Steffen: Unsere Leistungen haben in den Bereichen Top-Management, Innovationsklima, Prozesse/Organisation, Außenorientierung/Open Innovation überzeugt. Es war ein langes und intensives Bewerbungsverfahren, welches viele Wochen und Monate in Anspruch genommen hat. Zunächst wurde unsere interne Organisation geprüft, z. B. wie viel Zeit Herr Krüppel damit verbringt, Innovationen zu fördern oder wie viel Zeit wir Mitarbeiter hier im Hause haben, um neue Produkte oder neue Ideen zu entwickeln.

Auf der einen Seite wurde der ganze interne Betrieb geprüft und zum anderen wurde geprüft, welche Projekte wir jetzt schon realisiert haben. Dazu gehört unser E-Mobilitätskonzept, zu dem auch unsere E-Fahrzeuge gehören, unsere Stromtankstellen und Mein SonnenDach, wodurch Hausbesitzer ohne großen Investitionsaufwand schnell an eine Solaranlage kommen.

Auch unser Innovationsmarketing hat überzeugt. Mit WedelNet haben wir viele neue Marketingstrategien auf den Weg gebracht und ausprobiert.

Marc-Calvin Prey: Hätten Sie gedacht, dass die Stadtwerke Wedel diesen Preis erhalten würden?

Natali Steffen: Ja! Zuvor habe ich zwei Jahre lang versucht Herrn Krüppel und unseren Führungskreis zu überreden, dass wir uns bewerben. Ich habe auch nicht nachgelassen und irgendwann hat Herr Krüppel gesagt: „Ja, Frau Steffen versuchen sie das.“ Ich war mir nicht sicher, ob wir einen Platz unter den ersten drei bekommen, aber unter den TOP 100 auf jeden Fall. Die Stadtwerke Wedel sind ein tolles Unternehmen. Trotz der über einhundertjährigen Tradition, sind wir ganz schön fit, was die Zukunftsthemen angeht und deswegen war ich mir ganz sicher, dass es klappt.

Marc-Calvin Prey: Dann bedanke ich mich recht herzlich für das Interview. Vielen Dank, dass sie sich die Zeit genommen haben.

Natali Steffen: Gern geschehen.