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Ganz smart, meine Kollegin fährt jetzt „e“

Nun ist es da, dass erste private E-Auto im Kreise meiner Kollegen. Von der schnellen Truppe ist meine Namensvetterin Sabine aus unserem Kundenzentrum. Smartfahrerin wie ich. Aber, und das finde ich großartig, Sabine fährt einen E-Smart. Da bin ich natürlich neugierig geworden, denn die Dienstfahrten mit unseren iBMW sind klasse. Und wie geht das mit einem Privatauto? Kann man das so einfach? Ja, man kann. Hier kommt mein Interview mit ihr. Und blöde Fragen gibt es nicht, oder wie war das?

Liebe Kollegin, Du bist ja nicht nur Smartfahrerin wie ich, sondern auch noch „E-Smart-Fahrerin“ geworden. Wie kam es dazu?

(Lacht.) Das kam wie die Jungfrau zum Kinde. Ich habe im Sommer 2017 angefangen bei den Stadtwerken Wedel zu arbeiten. Und da ist das ja ein großes Thema, welches ich total spannend und toll finde. Und wie das dann so ist, wenn man auf eine Sache aufmerksam geworden ist, auf einmal hört man an allen Ecken und Enden davon. Zeitgleich hat ein Freund von mir seinen neuen Dienstwagen bekommen. Einen E-Smart. Da war es um mich geschehen. Die Neugier war groß und nach ersten Recherchen flatterte ein Angebot herein, dass ich nicht ablehnen konnte.

Das ist ja spannend. Und wie kam das dann? Wo hast Du Deinen E-Smart gekauft?

Es gibt in Hamburg einen Händler, der Re-Importe verkauft. Mein Smart war schon in Kalifornien, wo ihn scheinbar keiner mochte. Somit ist er zurück gekommen und hat hier auf mich gewartet. Den Preis fand ich ebenfalls super. Das Besondere: üblicherweise muss man den Akku eines E-Fahrzeuges leasen. Bei meinem Kauf war der Akku im Kaufpreis mit drin. So ein Akku ist sehr teuer. Vorteil beim Leasing ist, dass Wartung und Austausch mit in der Rate drin sind. Mir hat man aber versichert, dass mein Akku 5000 Ladezyklen wuppen wird. Das sind ca. 10 Jahre bei meinem Bedarf. Total super.

Ist der E-Smart schneller oder langsamer als Dein altes Auto? Womit bist Du vorher gefahren?

Hm, die beiden Autos kann man nicht wirklich miteinander vergleichen. Ich hatte einen Mini Cooper, als Caprio. Schneller war der Mini, aber der Smart hat einen Anzug wie ein Gummiband. Lach. Der geht ab wie Schmidts Katze, herrlich. Ich werde quasi in den Sitz gepresst. Das ist wirklich soo toll. Dazu muss man gerechterweise sagen, dass ich niemand bin, der auf dem DOM die schnellsten Fahrgeschäfte besucht. 75 PS sind bei dem kleinen Auto wirklich schon granatenmäßig.

Wie kommst Du im Alltag damit klar? War die Umstellung schwierig?

Ich komme super klar. Der schnurrt so schön. Ein optimales Auto für den Stadtverkehr. Ok, die Automatik war für mich etwas gewöhnungsbedürftig, aber das ist ja normal.

Was muss man beachten, als Fahrer eines E-Autos?

Planung ist ja bekanntlich das halbe Leben, beim E-Auto muss man schon schauen, wie weit man fährt und wann man wo lädt, und wie lange das dann dauert. Mein Kleiner hat um die 100 km Reichweite. Ich kann zuhause prima über Nacht an die Steckdose. Wenn man unterwegs laden möchte, muss man schon Alternativen einplanen, falls ein Ladeplatz mal belegt ist. Mit dem Smart habe ich keine weiten Reisen geplant, dafür ist die Zeit vielleicht noch nicht reif. Die Infrastruktur wird ja gerade erst ausgebaut. Bewohner in Wedel haben es da übrigens richtig gut. Hier werden bis März 2018 vier moderne Ladesäulen stehen, davon eine Schnellladestation an der Rissener Straße bei famila.

Hast Du Dir schon die Ersparnis ausgerechnet?

So genau noch nicht, ehrlich gesagt. Ich habe den Smart ja auch noch nicht so lange. Der Anschaffungspreis des Autos war für mich günstig, und das Laden von 18 kWh für 100 km ist günstiger als Benzin zu tanken. Geht man von 0,27 Cent pro Kilowattstunde aus, sind das 4,86 Euro.

Welches Zubehör braucht man?

Ich habe ein Ladekabel für die normale Haushaltssteckdose beim Kauf dazu bekommen, werde mir aber noch ein Ladekabel mit Typ 2 Stecker anschaffen, das passt in die meisten Ladesäulen. Das kostet um die 250 Euro. Für unterwegs sind eine Ladekarte und eine App sinnvoll. Da werde ich mich noch intensiver mit beschäftigen, bislang habe ich nur zuhause geladen.

Gibt es noch etwas, dass Du unseren Lesern mitteilen möchtest?

Ein E-Auto macht einfach Spaß, auch wenn man anders fährt. Wenn man den Fuß „vom Gas“ (Gas? Haha, fast) nimmt, lädt der Akku sich wieder auf. Aufgrund des fast geräuschlosen Fahrens muss man noch vorausschauender fahren als man es ohnehin tun sollte. Neulich ist mir fast ein Jogger vors Auto gelaufen, und der hatte noch nicht mal Musik in den Ohren. Wer Fragen hat, kann mich gern persönlich ansprechen. Ich bin meistens nachmittags in unserem Kundenzentrum in der Feldstraße anzutreffen.

 

Sabine W. und Sabine S. mit ihren Smarts an der Ladestation in Wedel