Heimat, Lifestyle

Radrennen in Hamburg – 2017 ohne uns?

Alles ist anders in diesem Jahr. Scheinbar nicht nur bei mir, in meinem Kosmos, sondern auch bei meinen Stadtwerke Wedel Kollegen. Ich spreche vom Radrennen in Hamburg, das einst einer unserer Wettbewerber ausgerichtet hat. Wir waren einst ein paar motivierte, die in den letzten Jahren an den Start des gigantischen Radrennens in Hamburg gingen. Und in diesem Jahr? Keine Cyclassics Teilnahme. Nicht privat, nicht für die Firma, einfach gar nicht. Jedenfalls nicht aktiv. Passiv sollte es, zumindest bei mir, klappen. Die Rennstrecke führt fast an meiner Haustür vorbei, genau dort, wo der erste Teil eines Aufstiegs geschafft ist, und es in den nächsten Berg geht… mal schauen.

Wie war es denn in den letzten Jahren? Das Stadtwerke Team war dabei. Soviel steht fest.

Ok, ein richtiges Radrennteam sind wir nur im Herzen. Da wir unterschiedliche Strecken fuhren und unterschiedliche Ziele hatten, konnten wir nicht alle zusammen die Stadtwerke Wedel Fahne hochhalten. Aber jeder für sich hat sein bestes gegeben und mehr oder weniger Spaß bei der „Schinderei“ gehabt. Oder es einfach genossen… den Ride durch Hamburg und unsere Dörfer und Elbgemeinden.

Horst, Hartmut, Sabine, Kerstin und Cordt-Peter gingen 2016 ins Rennen

Schön war es, sich nach dem Rennen auf ein Kaltgetränk zu treffen. Im vorletzten Jahr hatte Frau K. einen Platten. Gemeinsam wurde der schnell geflickt. Unsere Männer können das einfach. Mittlerweile hat sie ein schickes neues Rad…

Wo sind wir denn in diesem Jahr?

Tja, eine gute Frage. Ich persönlich brauchte einfach mal ’ne Rennradpause. Seit 2008 bin ich dabei gewesen, nur einmal klappte es aufgrund eines Umzuges nicht. Und 2017? Eine Art Trainingspause. Neuorientierung. Was will ich eigentlich? Sportliche „Grunderhaltung“, neue persönliche Rekorde, wenigstens das Vorjahresergebnis halten? Puh. Ich habe mich einfach mal treiben lassen. Allerdings war das in Sachen Rennradfahren nicht sehr förderlich. Irgendwie lag da letzte Woche, als ich mich mal wieder auf den Sattel geschwungen habe, sogar eine Staubschicht drauf, auf dem guten Stück. Für eine kleine Deichrunde hat die Kondition letzte Woche noch gereicht. Für Vollgas des Radrennens fehlt jedoch eindeutig die Vorbereitung.

Und was sagen die Kollegen? „Ich bin leider im Urlaub“, „Ich auch“, „Bei mir stehen andere Sportveranstaltungen im Fokus, den Beweis liefert mein Marathonlauf„. „Wenn ihr nicht fahrt, schade, allein mag ich nicht“ und dann gibt es noch den Weggang von Kollegen, und einer fährt nun als Rentner ganz entspannt mit seinem Enkel.

Vier Jahre ist das schon her… hmmm.

 

Danach. Alle gesund im Ziel.

Aber dies Jahr ist ja nicht alle Tage. Wir komm‘ wieder, keine Frage!

Vor der Haustür flitzen sie vorbei… immer schön bergauf. Von wegen Flachland. (Archivbild 2015)

PS: Und ich kann es nicht leugnen. Seit dem Helmut nicht mehr unter uns ist, hat sich für mich etwas verändert. Durch Helmut, und sein Forum Helmuts-Fahrrad-Seiten, gehörte Rennradfahren für mich zum Leben. Da es nun ohne Helmut gehen muss (er verstarb im Februar 2016), geht es derzeit auch ohne Rennradfahren, bzw. mit der Miniversion davon. Mal sehen, ob und wann sich das wieder ändert. Vielleicht gönne ich mir bald einen neuen Flitzer und sattel das Pferd noch mal von hinten auf. Und dann klappt es vielleicht auch wieder mit dem Stadtwerke Wedel Cyclassics Team… 2018, wir beobachten Dich. 🙂

Nachtrag: Ein bisschen nostalgisch bin ich dann aber doch. Das Gänsehautfeeling auf der Zielgeraden der Mönkebergstraße ist schon etwas ganz besonderes!!!