Reisen

Zürich – ein echtes Highlight!

Keine Ahnung, was genau meine Vorstellungen waren… wahrscheinlich hatte ich gar keine wirklichen Erwartungen und wurde daher so positiv überrascht! Zürich ist zwar mit ca. 360.000 Einwohnern die weitaus größte Stadt der Schweiz (was sich für einen Hamburger natürlich auch irgendwie relativiert), versprüht aber dennoch einen ganz eigenen, gemütlichen Charme – typisch schweizerisch halt! Oft als heimliche Hauptstadt des Landes bezeichnet, bietet Zürich alles, was das Touristen-Herz begehrt: Das Shopping-Paradies der berühmten Bahnhofstraße, interessante Museen, kleine Gassen mit zahlreichen Geschäften, Gaststätten und Cafés – und nicht zuletzt den schönen Zürichsee. Außerdem gilt sie als wirtschaftliches Zentrum der Schweiz und – klischeehaft – als Stadt der dubiosen Geschäftspraktiken und legendären Nummernkonten.

Gut gelandet waren wir zuerst von der Freundlichkeit der Schweizer und dann vom tollen Service auf dem Flug mit der SWISS Air total begeistert. Kaum den Flughafen verlassen, fielen wir fast direkt in die Straßenbahn und nach kaum 20 Fahrminuten fuhren wir in den Züricher Hauptbahnhof ein (ich habe noch nie einen soo sauberen Bahnhof gesehen).

Zürich Hauptbahnhof, Foto: Samuel Zeller – https://unsplash.com/photos/N-YC07AWj3o

Danach ging es Viele Stufen hinunter Richtung Fluss, um die rechte Limmatseite, das so genannte Niederdorf mit seinen vielen netten kleinen Gassen, Bars, Restaurants und Boutiquen zu erkunden. Außerdem lohnt sich ein Abstecher in die berühmte Spiegelgasse, wo nicht nur einst Georg Büchner gewohnt hat, sondern auch Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt als Lenin, der im Haus Nr. 14 die russische Reformation vorbereitet haben soll.

Automatisch gelangt man schließlich zum Großmünster, dem Wahrzeichen Zürichs. Hier nahm in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts die deutsch-schweizerische Reformation unter Huldrych Zwingli und Heinrich Bullinger ihren Anfang. Der romanische Bau wurde zwischen 1100 und 1225 anstelle einer alten Basilika gebaut und war ehemals Kirche eines Chorherrenstiftes, als dessen Gründer Karl der Große gilt. Nach ihm ist auch einer der beiden Kirchentürme benannt, auf den man im Sommerhalbjahr hinaufsteigen und die grandiose Aussicht genießen kann. 187 Stufen sind dafür doch echt lächerlich.

Weiter ging es über die Münsterbrücke zurück auf die linke Flussseite und Richtung Frauenmünster, das direkt am Münsterhof, dem schönsten Platz der Zürcher Altstadt, gelegen ist. Das ehemalige Frauenkloster ist eine dreischiffige spätgotische Basilika mit romanischem Chor, die erst in den 70er Jahren eine bedeutende Bereicherung in Form von 5 Glasmalereien von Marc Chagall erfuhr.

Geht man weiter südwärts an der Limmat entlang, gelangt man automatisch zum Bürkliplatz, der nach dem Stadtingenieur Arnold Bürkli benannt und 1887 eingeweiht wurde. Heute finden hier regelmäßig Gemüse- und Flohmärkte statt. Direkt am See gelegen ist hier genau der richtige Ort für eine Eis-Pause, die wir uns nach so viel Sight-Seeing in praller Sonne auch redlich verdient hatten!

Doch genauso schnell ist man auch wieder mitten im Trubel der „Großstadt“ Zürich, nämlich auf der Bahnhofstraße, die, wie bereits gesagt, als Shopping- und Bankenmeile mit den teuersten Grundstückpreisen der Welt(!) bekannt ist. Nach diesem Fußmarsch haben wir uns nun aber auch endlich eine Stärkung verdient und diese gönnen wir uns im (besten) vegetarischem Restaurant der Welt, dem ,,Haus Hiltl„ abgesehen vom Preis J kann man hier unglaublich gut essen.

Unser Fazit: Zürich wir sehen uns wieder! Du bist immer eine Reise wert.

Kloster Fraumünster mit Münsterbrücke, Foto: Jordan Pulmano https://unsplash.com/photos/KT9VC1bJZfQ