Reisen

Einmal Ostfriesland und zurück

Einfach mal nach Ostfriesland fahren? Übers Wochenende? Na, so einfach auch wieder nicht. Aber wie das Leben manchmal so spielt, kommt man plötzlich an Orte, die man bislang vielleicht nicht auf dem Zettel hatte. Oder würdet ihr einfach mal so nach Ostfriesland düsen? Ich hatte Glück, ich wurde dazu eingeladen. Um genau zu sein: nach Emden.

Freitagnachmittag. Früher Feierabend bei den Stadtwerken Wedel, und der Trip begann. Zuerst ging es nach Wilhelmsburg, wo „mein Fahrer“ auf mich wartete. Von Wedel nach Wilhelmsburg gibt es ja bereits viel Elbe zu sehen und ein paar wundervolle „Industrieansichten“. Bei strahlendem Sonnenschein und staufrei habe ich diesen Weg schon mal genossen…

Industrieromantik in Hamburg Wilhelmsburg

Wochenend und Sonnenschein

Weiterhin und staufrei ging es nach Emden. Check-In und Familydate zum Abendbrot, noch ein Abstecher ins Nachtleben von Emden… und ab in die Koje. Samstag hatten wir schließlich Programm…

Lecker Frühstück im Hotel, und zu Fuß ging es durch Emden City… mit Stopp bei den Schiffen, einfach schön und interessant. Was soll man viel schreiben. Muss man sehen. Einer musste fegen… das Wasser mit den Schiffen liegt genau vor dem Rathaus… nun denn. Das Wetter zeigte sich abwechslungsreich… Regen, Sonne, Hagel und Schnee… es war alles dabei.

Otto? Find ich auch gut

Natürlich habe ich beim Otto Haus eine Münze gepresst. Schließlich hat Otto mich während meiner Kindheit „musikalisch“ begleitet. Bin also mit ihm aufgewachsen, habe den ostfriesischen Götterboten für gut befunden und – Ehrensache – eine Ottifantenmünze mitgenommen. Das Haus an sich war geschlossen. Wer da mal hin will, kann sich hier schlau machen.

 

 

Inzwischen war es ziemlich nass, und nach ein paar Shoppingversuchen (ich blieb standhaft, habe meine guten Vorsätze diesbezüglich durchgehalten) höchste Zeit für einen Drink. Emden hat einen super tollen Stehitaliener, den ich schon am Vorabend entdeckt hatte, und in den ich unbedingt rein wollte… da ich mit einem Einheimischen unterwegs war, trafen wir viele bekannte Gesichter und Freunde, es war echt nett (und lecker). (Nachtrag: der Italiener heißt La Bottega di Santino, ist neu, daher war die Suche nach dem Namen etwas umständlich… was für ein Geheimtipp… lach. Bei Facebook gibt es eine Seite: https://www.facebook.com/La-Bottega-Di-Santino-571268136376470/?rf=1706536492942601)

 

Pisa is nichts dagegen

Anschließend ging es „zum Meer“, bzw. zum Fluss… und weiter übers Land zum schiefen Turm von Suurhusen, muss man mal gesehen haben. Ich fand ja auch die vielen Windräder interessant, die unseren Weg kreuzten… ganz schön was los, und ganz schön groß…

Kaffeedurst machte sich breit… ab nach Greetsiel. Wieder Wasser, wieder Schiffe, und schöne historische Häuser. Einfach nur nice. Wir beehrten die Alte Bäckerei, die auch ein kleines Museum war… niedrige Türen, Schrankbetten… Kaffee  und Kuchen waren auch klasse. Als wir kamen war gerade mal ein Tisch belegt, als wir gingen die Hütte voll. Perfektes Timing… wenn Engel reisen.

Greetsiel mit seinen Krabbenfischerbooten

Und nun mal richtig Wetter… nix für Wasserscheue

Ok, weiter ging es, nach Pilsum. Ottos Leuchtturm angucken. Und das Wattenmeer. Inzwischen kam Sturm auf. Mit Hagel, und Regen, windig und nass…. Na super, wie soll ich da Fotos machen? Die Hagelkörner sind so ins Gesicht gedonnert, das ging gar nicht… also Fotos machen ohne hinzugucken… Lachen hilft. War ja nur Wetter…

Konnte nicht hingucken es hagelte ins Gesicht

 

Campen oder Kampen?

Da gibt’s aber noch so einen schicken Leuchtturm. In Campen. Nicht in Kampen… wir sind ja nicht auf Sylt. Nennt sich Stahlfachwerkturm… nix los gewesen da auf der Ecke. Naja, war halt „Wetter“ und im Grunde eher die Zeit, um vor dem Kamin auf dem Bärenfell zu liegen, anstatt in der Gegend rum zu butschern…. Das war es dann auch mit dem Sightseeing am Samstag. Ab ins Hotel, umziehen und zum Wintergrillen bei Freunden. Inzwischen hatten wir dann auch eine kleine Schneedecke auf den Straßen… Wetter ist eben Wetter.

Campener Leuchtturm

Sonntag in Ostfriesland

Nun wollte ich auch noch den großen Hafen sehen. Nennt sich Seaport Emden. Sonnenschein… Schiffe, Windräder, Watt… ach, wat(t) schön.

Danach ging es langsam Richtung Heimat, jedoch nicht ohne einen Teestopp in Leer. Und… na klar, es gab wieder eine schöne Altstadt und SCHIFFE… yeah. Mit Blick aufs Wasser war das der letzte Stopp in Ostfriesland für dieses Wochenende… die Heimat rief… eins ist klar… das war nicht das letzte Mal. Und Holland ist ja auch ums Eck.

Last stop Leer

Das Tolle an solchen Wochenenden ist ja, dass man so viele Erinnerungen mitnimmt, und noch lange davon zehrt. Und die Auffrischung folgt sicher auch bald…