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Sowas kommt von sowas

Ich mag meinen Job. Nette Kollegen, nette Chefs, verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben. Ich arbeite und lebe in Wedel – was will ich mehr. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, für Veränderungen! Bei mir kam der Zeitpunkt mit unserer Mitarbeiterbefragung. Ok – macht man ja mit. Im Grunde nur ein paar Kreuzchen hier und da. Und ein paar Fragen, die nur mit etwas Überlegung beantwortet werden können. Ja, überlegen wäre hier das Zauberwort gewesen! Oder was antwortet ihr auf die Frage: Was würden Sie sich wünschen, wenn Sie heute etwas verändern könnten? Oh je – verändern! Ich will nix verändern, ich mag doch alles wie es ist. Na gut, geh ich mal in mich. Mehr Geld – das wäre doch eine gute Veränderung! Mmh, mehr Geld ist gleich mehr arbeiten, mehr leisten und noch mehr Verantwortung. Und ich komme doch wunderbar klar – keine gute Idee! Aber wunschlos glücklich – irgendwas muss es doch geben. Ok, ein Sportangebot wäre gut. Irgendwas mit Rücken. Ja, ich wünsch mir Joga!

Die Geister, die ich rief

Was soll ich sagen, nun sind sie da, die Geister, die ich rief! Jeden Donnerstag von 17 h – 18 h Namasté mit den Kollegen! Seite an Seite mit den Kollegen auf der Matte. Man, man, man . . .

Durch besondere Gelenkigkeit oder Grazie habe ich mich noch nie ausgezeichnet. Aber macht ja nix, jeder so gut wie er kann.

Kann man machen… muss man aber nicht…

Jede Stunde beginnt mit einer Widmung. Wem soll ich denn nun meine Stunde widmen. Natürlich fallen mir Freunde, Familie oder sonst wer ein. Aber für wen entscheide ich mich? Ich müsste im Grunde mal eine Liste machen, dann könnte ich jede Stunde eine Person abarbeiten oder gilt auch eine Widmung an mein Abendbrot oder mein Pferd? Und schon wird die Widmung ins Universum geschickt und ich habe mich wieder nicht entschieden – meistens widme ich dann die Stunde mir selbst oder meinem Abendbrot (oder beidem). Nix mit Esoterik – kein Om, ist das eigentlich ungünstig für die Beweglichkeit? Ok, die erste Herausforderung der Stunde schon mal knapp daneben, merkt aber keiner. Aber dann wird´s schon kritischer. Immer die Beine kreisen, ganz schön anstrengend! Ich wusste nicht, dass einem vom Beine kreiseln und dabei auf der Matte liegen schon so warm werden kann.

 

Nichts geht ohne Sonnengruß

Dann kommen die Sonnengrüße in allen Variationen. Von schnell bis langsam und von sich durch die Übung schummeln bis zur spirituellen Kontrolle jeder einzelnen Komponente der Übung. Danach wäre ich bereit für die totale Entspannung auf der Matte aber es geht nun übergangslos vom Sonnengruß über die Kobra, den Krieger und den Hund bis hin zum Baum. Alles wird natürlich im Einklang mit Ein- und Ausatmung geturnt. Dann noch ein Bein vom Boden abheben und den rechten Arm links um die Ecke biegen. Und das nach Feierabend. Da habe ich meine Komfortzone aber mal deutlich verlassen. Außerdem wenn ich so lange brauchen würde für drei Mal atmen wie Mirja (unsere Joga-Lehrerin), ich würde kollabieren!

Aber wenn man dann seinen Schweinehund überwunden hat, ist man stolz und lustig mit den Kollegen/innen war´s auch!

In diesem Sinne: Namasté, eure Babett