Internes

Über dem Tellerrand oder I love my job

Es ging zum Seminar. Oder zur Fortbildung? Zum Kurs? Was denn eigentlich? In jedem Fall ging es darum, eine Woche mit bis dato völlig fremden Gleichgesinnten, für eine Sache zu brennen. TOLL. Das hatte ich lange nicht, dass meine Gedanken total fokussiert und zielgerichtet auf eine Sache abzielten. Man hat seinen Job, dazu gehört das Tagesgeschäft, dazu gehört die Pflicht, aber auch die KÜR. Stillstand ist Rückstand sagt man ja so schön, und das wollen wir ja nicht. Wir, die Firma, nicht, und ich persönlich auch nicht. Im Idealfall brennt man für seinen Job und das, was die Zukunft bringt. Damit die Zukunft rosig wird, ging es nach Hamburg. Zur Fortbildung. Hinfort, zur Bildung, genau.

Tag 1 – Social Media? Was ist das eigentlich?

Das Thema: Social Media. An der HKbis (Handelskammer Hamburg Bildungs-Service). Am Anfang stand das Kennenlernen und der Einstieg in die Materie. Die Messlatte wird gleich sehr hochgelegt, beim Thema Selbsteinschätzung. „Wo seht ihr Euch selbst? Wie sind Eure Vorkenntnisse?“ Ich habe Tränen gelacht, bei den Vokabeln, die da fielen. Aber alles gut… Wir sind ja da, um zu lernen. Der Tag verfliegt, alles ist sehr spannend. Alle Teilnehmer, so scheint es, haben richtig Lust, auf das was kommt. Interessanter Mix, was alle so machen. Einige sind extra angereist, Stuttgart, Braunschweig, Hannover, kein Ding. Draussen Regen.

Tag 2 – nicht nur die Sonne scheint

Heute Sonne. Ich fahre ja mit den Öffentlichen in die Stadt, Bus und Bahn, wo soll man auch kostengünstig in der City parken? Von Rissen nach Hamburg. Bahnfahren, das echte Leben. Neben mir in der Bahn ein Obdachloser, voll wie ’ne Haubitze, laut schnarchend. Es roch wohl auch nicht so gut. Mein Schnupfen hatte also auch was für sich, ich fand’s somit nicht so schlimm. Tat mir leid, der Bruder. In Altona kam dann das Sicherheitspersonal und versuchte ihn aus der Bahn zu bekommen. Was nicht leicht war, er konnte kaum stehen, war doch seeehr viel Schnaps. Es dauerte eine Weile, irgendwann fragte der Zugführer in breitem Hamburgisch „seid ihr bold fährtich da, oder was?“ Oh, Mann.

Weiter geht’s mit der Fortbildung. Unser Dozent ist echt klasse. Ich staune, dass „cool“ ein Wort ist, dass beim Bullshit Bingo seinen Platz hätte. Cool.

Tag 3 – das Wissen wächst

Der Dozent ist 24 years old, ich denke „mein Sohn macht das super“. Irgendwann lasse ich so eine Bemerkung fallen. Ich glaube er fand das nicht so super, ähm ich meine cool. Ich hätte das mit 24 jedenfalls noch nicht so souverän hingelegt. Und sonst so? Wir, der Kurs, gründen eine geheime Facebook-Gruppe, der Austausch beginnt. Wissen teilen und den After-Lern-Treff planen. Großartig.

Ich mache eine To-do-Liste für meinen Job und überlege die 80 Stunden Woche für mich einzuführen. Ein Teil der „Social Media Arbeit“ mache ich eh auf dem Sofa. Mal gucken, wie das Gelernte sich künftig in meinen Job integrieren lässt.

Am Abend kommt das Bachelor Finale. Er nimmt die, die ich auch genommen hätte. Alles gut. Welt in Ordnung. Schön wär’s. Attentat in London… oh Mann. Da ich jetzt auch bei Twitter mal vorbei schaue ist alles ganz nah. Was für eine Welt. Und hoffentlich bleibt alles friedlich in Hamburg. Ich komme nun täglich am Rathaus vorbei. So weit weg ist das alles nicht.

Tag 4 – was ist eigentlich eine Strategie?

Recht im Online Biz. Der Dozent kommt zu spät. Kämpft dann mit der Technik, stolpert über ein Kabel um das er minutenlang erfolgreich herumgetanzt ist, und schmeißt das Wasserglas um… von spröder Anwalt keine Spur. Die Zeit verfliegt trotzdem, die Mittagspause beginnt mit einer halben Stunden Verspätung… egal. Nach der Pause ging es weiter im Text. Parallel arbeiten wir täglich an unserer Abschlussarbeit. Was ist eigentlich eine Social-Media-Strategie? Die Zeit sitzt uns im Nacken, wie sollen wir das schaffen? Im Anschluss an den offiziellen Tag gehen wir noch ein bisschen quatschen und tauschen uns aus. Da kann man echt hamburgisch auch mal (wieder) ins Hofbräuhaus gehen. Ein interessanter Abend mit anregenden Gesprächen schließt den Tag ab.

Tag 5 – tata ich bin jetzt Social Media Managerin

Endspurt. Felix, unser Dozent der ersten beiden Tage ist wieder da, juhu. Es geht ins Finale, letzte Fragen werden geklärt und dann geht’s ran an die Abschlusspräse. Die Mittagspause wird überbewertet, wir machen durch. Sehr spannend, wie die Gruppen präsentieren und am Ende ist alles gut. Wir sind begeistert von uns, und bekommen unser Zertifikat. Sektchen, Stößchen und ab ins Wochenende!

Jetzt weiß ich warum es Bildungsurlaub heißt. Wenn es einem gut geht, und man das macht, was man machen möchte… ist das doch wie Urlaub! Danke, Stadtwerke Wedel und Danke Handelskammer Hamburg und Danke an die tolle Truppe, die das ganze bereichert hat! Und nun geht’s ans Eingemachte.

Verdient. Glücklich geht’s ins Wochenende

Weiterbildungsangebot

www.stadtwerke-wedel.de

 

 

 

 

 

 

 

PS: Auch lesenswert zu diesem Thema: https://kirchengezeiten.wordpress.com/2017/03/26/socialmediaistkeineinsel/#more-691